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Eine Wohnung ist nicht alles.
Aber ohne eine Wohnung ist alles nichts!

Begriffe

Zum Thema Delogierung/Räumung gibt es oft verwirrende Aussagen und Erklärungen. Zum besseren Verständnis werden hier die wichtigsten Fachbegriffe kurz erklärt:

  • ... Mahnung?
    Eine Mahnung ist eine eindeutige Aufforderung an den/die Mieter/in, zumeist zur Zahlung der Miete, aber auch zur Beseitigung von Mängeln. Nicht darauf zu reagieren, bedeutet die Wahrscheinlichkeit einer gerichtlichen Kündigung. Nehmen Sie deshalb bei Mahnung(en) sofort Kontakt mit Ihrem/Ihrer Vermieter/in auf. Wenn Sie keine Lösung finden, ist das der beste Zeitpunkt, mit uns Kontakt aufzunehmen.
  • ... Kündigung?
    Wenn Ihr/e Vermieter/in aus einem triftigen Grund das Mietverhältnis mit Ihnen beenden will, so muss er/sie die Wohnung gerichtlich kündigen. Gründe für die Kündigung seitens des/der Vermieters/in finden Sie im Mietrechtsgesetz.
  • ... Räumungsklage?
    Eine Räumungsklage wird gerichtlich beantragt. Das bedeutet, dass Sie als Mieter/in auch die zusätzlich anfallenden Kosten für Anwälte/innen oder Rechtsbeistand und Gerichtskosten übernehmen müssen. In dieser Situation sollten Sie dringend Hilfsangebote in Anspruch nehmen!
  • ... Tagsatzung/Gerichtstermin?
    Unter Tagsatzung/Gerichtstermin versteht man den festgesetzten Zeitpunkt der Verhandlung vor Gericht. Lösungen für Ihre Situation sind immer noch möglich. Wenn Sie allerdings beim festgesetzten Gerichtstermin nicht erscheinen, bekommt Ihr/e Vermieter/in das Recht, einen Räumungstermin festlegen zu lassen.
  • ... Räumungs- bzw. Delogierungstermin?
    Am Räumungs- bzw. Delogierungstermin kommt der/die Gerichtsvollzieher/in und die Wohnung inklusive aller Möbel wird geräumt. Die Kosten, die dabei anfallen, werden Ihnen zusätzlich verrechnet. Falls Sie es vorziehen, zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend zu sein, wird die Wohnung in Ihrer Abwesenheit geöffnet und geräumt. Die Kosten fallen dennoch für Sie an.
  • ... §33a MRG Benachrichtigung der Gemeinde?
    Sobald gegen eine/n Mieter/in ein Räumungsverfahren beim Gericht eingeleitet wird, hat das Gericht die Gemeinde davon zu benachrichtigen, sofern sich der/die Mieter/in nicht gegen diese Benachrichtigung ausspricht. Das Gericht hat dem/der Mieter/in Gelegenheit zu einer solchen Ablehnung zu geben. Die Gemeinde kann soziale Institutionen, die Hilfeleistungen bei drohendem Wohnungsverlust oder Obdachlosigkeit erbringen (z.B. Sozialberatungsstellen, Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe) von der Verfahrenseinleitung informieren. Sind minderjährige Kinder im Haushalt, wird auch die Jugendwohlfahrt mit diesem Schreiben informiert.